Am 25.06.2005 trat sie in mein Leben: klein, schwarz, verfettet, verfilzt, schwer krank, ca. zehn Jahre alt. Sie konnte kaum laufen, hatte nach wenigen hundert Metern Blasen an den Füßen, war scheu, kannte normales Futter nicht, typische Zwingerhaltung eben.
Ich wollte sie nicht haben, ließ mich dann auf vorübergehende vier bis acht Wochen ein, bis sie weitervermittelt würde und verliebte mich dann doch in sie.
Lunge, Herz, Gebärmutter und vieles mehr waren angeschlagen, viele, teils lang dauernde und gefährliche Operationen musste sie überstehen, bei denen niemand wirklich wusste, ob sie die jemals überleben würde.
Ihr Lachen, ihr Lebenswille, ihre Friedlichkeit, ihr wackelndes Stummelschwänzchen und vieles mehr, zeigten mir, dass es richtig war, sie aus diesem Drecksloch zu holen.
Doch gestern war es dann soweit:
In die Klinik eingeliefert wegen starker Schmerzen und einem Verdacht auf einen Kreuzbandriss, stellte sich doch schnell heraus, dass es sich um unheilbaren Knochenkrebs im Endstadium handelt, Metastasen bis in die Lunge im ganzen Körper verteilt. Maximale Lebenserwartung: zwei bis drei Monate, unter extrem starken Schmerz- und Beruhigungsmitteln, wenn, ja wenn nicht vorher einer der Knochen durchbricht.
Beim Setzen der Spritze bäumte sie sich ein letztes Mal auf, so, wie sie es immer getan hatte, wenn sich der Tierarzt mit einer Spritze näherte. Es ging dann ganz schnell und sie war tot.
Was mir bleibt, sind viele, viele schöne Erinnerungen an diesen wunderbaren Hund, einige wenige Fotos und ein paar kurze Filmchen.
Cora, meine kleine Püppi, es war schön mit Dir und ich werde Dich nie vergessen.